Wissenschaftlicher Beirat

Karin Fischer ist historische Sozialwissenschaftlerin und leitet den Arbeitsbereich Globale Soziologie und Entwicklungsforschung am Institut für Soziologie sowie das Interdisciplinary Commodity Studies Lab an der Johannes Kepler Universität Linz. Sie forscht und publiziert zu Ungleichheit in historischer und transnationaler Perspektive, globalen Warenketten sowie zu neoliberaler Transformation und Gegenbewegungen mit einem regionalen Fokus auf Lateinamerika.

Martín Abeles ist Ökonom mit Fokus auf Makroökonomie, Ressourcenmanagement und wirtschaftliche Entwicklung. Er ist Direktor der Abteilung für natürliche Ressourcen der Wirtschaftskommission für Lateinamerika und die Karibik (CEPAL/ECLAC), wo er politische Analysen zu nicht erneuerbaren Ressourcen, Energie, Wasser und Biodiversität in der Region durchführt. Er studierte Volkswirtschaftslehre an Universidad de Buenos Aires (UBA) und machte seinen Ph.D. in Economics an der New School University (New York). Er war in der argentinischen öffentlichen Verwaltung, bei der CEPAL in Buenos Aires sowie in verschiedenen Forschungszentren tätig. Seine Forschungsschwerpunkte liegen in der Entwicklungs­makroökonomie, in Produktionsstrukturen und in der Politik natürlicher Ressourcen mit besonderem Fokus auf Lateinamerika.

Karin Küblböck ist Ökonomin und Senior Researcher an der Österreichischen Forschungsstiftung für Internationale Entwicklung sowie Lehrbeauftragte am Institut für Internationale Entwicklung an der Universität Wien. Ihre Schwerpunkte sind internationale und europäische Rohstoff- und Handelspolitik, mit Schwerpunkt Lateinamerika, sowie Stakeholderbeteiligung und Partizipation. Sie arbeitet in verschiedenen transdisziplinären Forschungsprojekten, mit Fokus auf „Just Transition“ (z.B. AdJUST – towards a just energy transition, oder das Projekt „CIRCEUS- a Circular Low-Carbon EU Economy and the Global South). Sie ist auch Mediatorin und Moderatorin und designt und moderiert Stakeholderprozesse in Forschungsprojekten, sowie andere Beteiligungsprozesse, wie z.B. Bürger:innenräte oder interaktive wissenschaftliche Konferenzen.

José Miguel Ahumada ist Politikwissenschaftler. Er studierte zunächst an der Universidad Diego Portales in Chile, absolvierte seinen Master in Internationaler Wirtschaft und Entwicklung an der Universidad Complutense in Madrid, den MSc in Development Studies an der London School of Economics und promovierte in Development Studies an der Universität Cambridge. Er arbeitete an verschiedenen Universitäten als Professor in Internationalen Beziehungen und war als Untersekretär der Internationalen Wirtschaftlichen Beziehungen Chiles tätig. In seiner Forschung fokussiert er sich auf die Wirtschaftspolitik der Entwicklung, Entwicklungstheorien, die Geschichte des wirtschaftlichen Denkens und internationale wirtschaftliche Beziehungen mit einem besonderen Fokus auf Lateinamerika und globale Wirtschaftsdynamiken.

Mercedes Marcó del Pont ist argentinische Ökonomin und Staatsbeamte mit umfangreicher Erfahrung in Forschung und Politik. Sie Volkswirtschaftslehre an der Universidad de Buenos Aires (UBA) studiert und ihre Post Graduate Studies an der Yale University absolviert. Sie war Präsidentin der Zentralbank der Argentinischen Republik und bekleidete weitere Führungspositionen im öffentlichen Sektor. Derzeit leitet sie die Fundación de Investigaciones para el Desarrollo (FIDE), ein Zentrum für wirtschaftspolitische Analyse und Strategieentwicklung. Ihre Schwerpunkte sind die Industriepolitik, wirtschaftliche Entwicklung, externe Restriktionen sowie die Rolle des Staates in Prozessen produktiver Transformation.

Felix M. Dorn ist Postdoc am Institut für Soziale Ökologie der BOKU University Wien. Seine Forschung zur politischen Ökologie der Dekarbonisierung konzentriert sich auf kritische Rohstoffe und Energietransformationen in Lateinamerika und Südeuropa. 2021 promovierte er an der Universität Innsbruck über das globale Lithium-Produktionsnetzwerk und die damit verbundenen sozial-ökologischen Konflikte in Argentinien. In seiner aktuellen Arbeit untersucht er Frontiers kritischer Rohstoffe (v.a. Lithium und Seltene Erden), Wasserstoff- und Windenergie auf Basis umfangreicher Feldforschung in Argentinien, Chile, Kolumbien, Spanien und Portugal. Er war als Gastwissenschaftler an Universitäten in den Niederlanden, Dänemark, Deutschland, Argentinien und Chile tätig. Felix Dorn verbindet wissenschaftliche Analysen mit gesellschaftlicher Debatte durch Dokumentarfilme, Fotoserien und Artikel in Medien wie Spiegel Online, Der Standard, ORF und Deutschlandfunk.

Almut Schilling-Vacaflor ist Inhaberin des Lehrstuhls für International Business, Society and Sustainability an der Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg und PI im Exzellenzcluster „Transforming Human Rights”. Ihre Forschungsschwerpunkte sind Wirtschaft und Menschenrechte, Nachhaltigkeitsgovernance, globale Lieferketten, Umweltgerechtigkeit und Lateinamerika. Almut interessiert sich insbesondere für die Frage, wie globalisierte Wirtschaftsbeziehungen so reguliert und gesteuert werden können, dass sie zum Schutz der Menschenrechte und der Umwelt beitragen. Sie nutzt Methoden aus verschiedenen sozialwissenschaftlichen Disziplinen und hat über 36 Monate Feldforschung in verschiedenen Kontexten in Lateinamerika (Andenländer, Brasilien) durchgeführt. Zusammen mit Maria-Therese Gustafsson leitet sie derzeit ein Forschungsprojekt zur Unternehmensverantwortung in globalen Lieferketten mit Schwerpunkt auf neuen Gesetzen zur Sorgfaltspflicht im Bereich Menschenrechte und Umwelt.

Víctor Ramiro Fernández ist Rechtsanwalt. Er schloss seinen Magister an der FLACSO Argentina ab und promovierte in der Politikwissenschaft an der Universidad Autónoma de Madrid. Er ist Principal Investigator beim CONICET und Professor für Wirtschaftsgeographie und Staatstheorie an der Universidad Nacional del Litoral (UNL). Er war Direktor des Instituto de Humanidades y Ciencias Sociales (IHUCSO, CONICET-UNL) und leitet aktuell den Masterstudiengang Desarrollo y Políticas Públicas an der UNL. In seiner Forschung nimmt er eine multiskalare Perspektive mit einem Fokus auf Lateinamerika und die Prozesse produktiver und industrieller Integration ein. Er untersucht Prozesse der Staatsbildung, ihre Verläufe und Verflechtungen mit der internationalen Wirtschaftspolitik und regionalen Entwicklung. Er absolvierte Gastprofessuren an verschiedenen Universitäten in Amerika, Europa und Asien.